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    März 2008

    2-tägiges Seminar mit Cynthia Zimmermann organisiert vom swhv auf dem Hundeplatz des VdH Eningen. 

    2006 hatte ja Klaus Knösel schon bei seinem Seminar von Cynthia Zimmermann und ihrer Trainingsmethode berichtet und nun hatte man die Gelegenheit, sie persönlich kennen zu lernen.

    Cynthia Zimmermann ist eine sehr erfolgreiche Hundesportlerin aus dem Bereich des Schutzhundesports. Sie ist eine flotte, junge Frau, die in netter, gut verständlicher und unterhaltsamer Art ihre Erläuterungen und Trainingstipps vorträgt. Sie kommt aus Amerika und dementsprechend tut sie das dann auf Englisch. Deshalb hatte der VdH Eningen 2 Übersetzer (im Bild links seht ihr Ute Knösel- eine der beiden Übersetzer), die einen klasse Job machten, und die besprochenen Inhalte für alle Teilnehmer verständlich wiedergaben.

    Zunächst beschreib ich mal das Grundsätzliche ihrer Trainingsmethode am Beispiel der Grundstellung (=GS):

    - Der Hund wird mit dem Kommando "FUSS!" in die GS geschickt. Wenn er das noch nicht kann und erst am Erlernen der GS ist, wird er mit Hilfe der Leine in die GS geführt.

    - Gute Lösungen werden mit der Stimme bestätigt:"Ja - fein FUSS - gut FUSS!" - so weiß der Hund, dass sein FUSS (=hier die korrekte GS) richtig ist.

    - Bei guter Ausführung erfolgt dann das Auflösewort, zum Beispiel "OK" und dieses Wort ist dann auch das Signal für die Belohnung, die dann zuverlässig kommt in Form von Leckerchen oder Spiel oder heftiges Knuddeln und Streicheln.

    - Bei schlechter oder falscher Ausführung sagt man dem Hund zunächst "Nein" und dann was er tun soll "FUSS", gegebenenfalls führt man ihn dann mit der Leine über einen Ausfallschritt mit dem linken Fuß in einem Halbkreis nach hinten wieder erneut in die GS oder ruckt an der Leine, damit der Hund hochschaut dabei zum Hundeführer - passt die GS, dann wird sofort wieder gelobt.

    Die Teilnehmer, die mit Hund anwesend waren, konnten zu Beginn sagen, woran sie mit Cynthia arbeiten wollten und bekamen dann ca. 2 x 20 Minuten Zeit pro Seminartag für die Arbeit an ihren Wunschthemen.

       

    Gewünscht wurde: Fußarbeit mit GS, Apportieren, Abrufen mit Vorsitzen, Voraussenden und Hilfen für Übungen aus dem Schutzhundesport.

      

    Cynthia beobachtet die verschiedenen Hunde genau, typisiert sie und findet für die jeweiligen Fehler und Probleme, die sie bei der Ausführung ihrer Übungen zeigen, verschiedene Hilfen und Trainingstipps für das jeweilige Team. Sie hat ein enorm großes Repertoire an passenden Übungsvorschlägen für alle möglichen Fehlerquellen. Bei fast allen Teams war dann zu beobachten, dass sich bei einem erneuten Trainingsversuch unter Beachtung ihrer Tipps Erfolge abzeichneten.

     

    Und hier konnte jeder, der Hunde trainiert und ausbildet, auch dann, wenn er keinen Schutzhundesport betreibt, so wie wir, viel Interessantes für die eigene Arbeit mitnehmen. Die vielen Tipps und die Erklärungen dazu waren genial.

    Ein Dankeschön nach Amerika!

    Der Clicker ist nichts, was sie im Training verwendet. Sie sagt, der Clicker ist eine Barriere zwischen  Hundeführer und Hund und stört die Kommunikation zwischen den beiden.

    Da ich eine alte und überzeugte Clickertante bin, habe ich natürlich eine ganz andere Meinung dazu. Ich denke, der Clicker ist eine Brücke zum Hund, eine zusätzliche Möglichkeit, mit der Stimme zusammen zur Kommunikation mit dem Hund.
    Ich weiß zwar, dass manche Clickerer möglichst ganz auf den Einsatz ihrer Stimme verzichten und im Training nur über den Clicker mit dem Hund kommunizieren. Aber ich denke, mit Clicker und Stimme zu arbeiten, eröffnet sehr viel mehr Möglichkeiten, unseren Hund verstehen zu lassen, was wir von ihm wollen. Denn darauf kommt es im Training an: wir müssen unserem Hund "sagen", was er tun soll und wenn er etwas richtig macht, dann müssen wir ihn dafür loben.
    Die Bestätigung für eine erbrachte Leistung ist nur eine Möglichkeit, die das Clickertraining im Hundesport bietet. Der Clicker kann auch zum Shapen zum Zielverhalten hin eingesetzt werden und im Freien Shapen kann man den Hund Verhalten anbieten lassen, so lernt er, mitzudenken und Lösungen zu finden.
    Ausführliche Erklärungen zum Clickertraining findet ihr
    HIER.

    Grundsätzliches zu unserer Arbeit mit dem Clicker im Training, ebenfalls am am Beispiel der GS für die Fußarbeit:

    - Wir schicken den Hund mit dem Handtarget über rechts hinten nach links in die GS und wenn das zuverlässig gezeigt wird, setzen wir das Kommando "FUSS" drauf. Ist das Kommando bekannt, schicken wir ihn mit "FUSS" in die Grundstellung.

    - Bei guter Ausführung bestätigen wir (zu Beginn alle kleinen Teilschritte!) mit dem Click. Der Click löst gleichzeitig die Übung auf. Es gibt die Belohnung (=Leckerchen oder Spiel oder Knuddeln) und wir beginnen die Übung gegebenenfalls von Neuem und hängen dann einen weiteren Teilschritt an, bevor der Click wieder kommt. Nach dem Click geben wir dem Hund auch über die Stimme die Bestätigung.

    - Klappt die GS und es geht darum, die Aufmerksamkeit des Hundes zum Hundeführer zu erzielen und erhalten, dann wird der Blickkontakt mit der Stimme "gehalten" und zwar sagen wir, wenn der Hund uns anschaut: "Ja - Fein - Gut so - Toll machst du das!" Dann kommt bei guter Ausführung der Click + Belohnung.

    - Bei schlechter Ausführung der GS sagen wir "Falsch" und der Hund hat die Möglichkeit, sich zu korrigieren (eventuell mit kleinen Hilfen). Tut er das nicht, sagen wir ihm mit "Schade", dass es dafür kein Click + Belohnung gibt und die Übung nochmal gemacht wird.

    Vergleicht man nun die beiden Trainingsmethoden, dann stellt man fest, dass es eine ganze Menge Parallelen gibt.

    Und der Unterschied besteht darin, dass wir kein "NEIN" in Trainingssituationen beim Erlernen von Übungen verwenden. Das hat den Grund, dass unser "NEIN" eigentlich ein Abbruchsignal für den Hund sein soll. Es hat die Bedeutung: "Das, was du gerade tust, ist nix und ist sofort zu unterlassen!"
    Angenommen, der Hund sitzt in einer Bilderbuchgrundstellung neben uns, aber er schaut uns nicht an. Nun kommt das "NEIN" - ich denke, dass ihn das schon verwirren würde. Hier sagen wir dann nur: "Hallo! Kuck!" - und  "Ja! - Super" - wenn er es dann tut und bestätigen ein schönes KUCK mit dem Clicker.

    Etwas, was wir auch nicht im Training anwenden, ist das Leinenrucken, sowie jegliche negative körperliche Einwirkung auf den Hund. Wir denken einfach, dass dies dem nicht förderlich ist, was wir erreichen wollen: nämlich einen freudig mitarbeitenden Hund, der selbstbewusst, mit Spaß und ohne Angst trainiert. Durch solche Einwirkungen und Angst vor denselben entsteht Stress beim Hund - und Stress setzt die Lernleistung herab!
    Außerdem haben wir andere Möglichkeiten, um z. B. die Aufmerksamkeit des Hundes in der GS zu erreichen.
    Unsere Absicht im Training ist es, dem Hund zu "sagen", was wir wollen und dann die richtige Lösung zu belohnen, anstatt zu korrigieren, was wir nicht wollen und falsche Lösungen zu bestrafen.

    Und hier noch wirklich tolle Übungstipps, die "neu" für uns waren und die wir für unser eigenes Training und das Training in den Übungsgruppen ganz bestimmt übernehmen werden:

    - SITZ und PLATZ im Unterschied zueinander:

        1. In der Sprache den Unterschied deutlich machen:
           SITZ wird mit ansteigender Betonung und hohem
           Tonfall gesprochen - und PLATZ mit fallender Betonung
           und tieferem Tonfall

       2. Beim PLATZ-Kommando gehen wir in aufrechter
           Körperhaltung und mit geradem Oberkörper, wie
           bei einem kleinen Knicks, leicht in die Knie und beim
           SITZ-Kommando richten wir uns wieder auf.
           
    "Sit - Ups" nennt sie diese Übung.

    - Sitz aus der Bewegung:

      Dies trainiert sie zunächst mit der Hilfe des Tretens auf der Stelle nach dem Kommando, bis der Hund sitzt. Und beim Abbau dieser relativ großen Hilfe fügt sie in der Übergangsphase zum Durchlaufen anstelle des Tretens am Ort einen kleinen Wiegeschritt (vor -rück -vor) ein, bevor sie weiter geht.

    - Platz aus der Bewegung

      Der oben schon beschriebene Knicks wird beim PLATZ-Kommando als Hilfe gegeben. Und später nur noch angedeutet.

    - Fußtraining - der Hund muss sich am linken Bein des   Hundeführers   orientieren:

      1. Ganz langsam gehen im Training - dabei wird ganz deutlich das Gehen in der korrekten Position geübt.

      2. Aus der GS nur einen Schritt nach vorne machen und anhalten zur erneuten GS.

      3. Normales Gehen und  Anhalten ohne vorher das Tempo zu verringern - sofortiges Anhalten aus der Bewegung heraus.

      4. Aus dem Gehen heraus den linken Fuß stehen lassen und mit dem rechten noch einen großen Ausfallschritt nach vorne machen - da der Hund sich am linken Bein orientieren muss und dieses "steht", sollte sich der Hund bei dieser Übung am stehenden linken Bein in GS begeben.

      5. Beim Gehen der Winkel dreht der Kopf des Hundeführers in die neue Laufrichtung, kurz bevor der Winkel ausgeführt wird. Dies kann eine Hilfe sein für den Hund in den Richtungswechseln.

      6. Was wir zwar schon wissen und tun, aber es ist gut, ständig daran erinnert zu werden: Eine gute Körperhaltung und Körperspannung des HFs ist wichtig in der Fußarbeit.

    - Apportieren

      1. Eine Übung um die Geschwindigkeit beim Zurückkommen mit dem Apportel zu steigern und das Ausspucken desselben vor dem HF zu vermeiden:
      Wenn der Hund auf den HF zurennt, macht dieser kleine Schritte nach hinten, weg vom Hund und feuert ihn mit der Stimme an, mitzukommen. Sind dann beide etwa auf gleicher Höhe, dreht der HF über seine rechte Schulter in Laufrichtung des Hundes, sodass dieser sich in der Fußposition wiederfindet und mit dem Kommando "FUSS" noch ein paar Schrittchen mitläuft, bevor ihm das Holz abgenommen wird.

      2. Für Hunde, die zunächst ihre Kreise drehen, bevor sie das Holz aufnehmen empfiehlt sie das Werfen  des Apportels gegen eine Wand oder das Auslegen kurz davor.

      Ihr seht, es gab klasse Trainingstipps und dafür nochmal:
      THANK YOU!

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