Clicker-Tipps

 

       
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    Hier verraten wir euch ein paar CLICKERTRAININGSTIPPS. Dies sind Dinge, die ihr im eigenen Training mit eurem Hund ausprobieren könnt und Dinge, die ihr, falls ihr eine Trainingsgruppe betreut, dort mal verwenden könnt oder auch einfach ein paar Hilfen für euer Tricktraining.

    Ihr seht also, dies wird zunächst einmal eine QUERBEET-Seite, die wir eventuell später noch genauer strukturieren und ein- oder aufteilen - schau m`r mal, was draus wird und wie die Seite sich füllt.

    Liebe Cessy,

    zunächst mal möcht ich mich bei dir bedanken für deine unendliche Geduld mit mir. Ich weiß schon, manchmal musst du mir öfters erklären, wo meine Fehler liegen - aber, du hast es noch jedes Mal geschafft.
    Schön, dass es dich gibt!

    Und so denken wir übers "FEHLER MACHEN":

    Fehler machen ist nichts Schlimmes und völlig in Ordnung. Fehler sind dazu da, dass man sie macht! - Sinnvoll sind sie aber nur dann, wenn man daraus lernt - und zwar beide, Mensch + Hund. Wobei der Mensch derjenige ist, der durch den Einsatz seines Verstandes die Chance hat, Fehler gewinnbringend auszunutzen.

    Clickertraining bedeutet, seinen Hund ganz genau zu beobachten, Verhalten zu analysieren, Bewegungen in Teilschritte zu zerlegen, zu beobachten, woran es liegt, wenn etwas nicht funktioniert und dann gegebenenfalls neue, verschiedene Wege zu finden in Richtung Zielvorstellung, die Teilschritte wieder zu einem Ganzen zusammenzufügen und immer drauf zu achten, dass der Hund nicht überfordert wird oder den Spaß verliert und das handwerkiche Geschick im Gebrauch des Clickers und der Leckerchentasche und des Spielies zu besitzen.

    Ja, zu Beginn ist das nicht einfach und es gibt eine Menge zu lernen für den Hundeführer - eigentlich lernt man da nie aus. Man kann nicht mal eben so ein bisschen Clickern - nicht nur eben Clickern für richtige Lösungen und Korrektur von falschen Lösungen durch Leinenrucks, wie man das auf manchen Hundeplätzen leider allzu oft sieht.
    Man muss sich schon wirklich darauf einlassen, auf das Training über die
    positive Verstärkung - aber wenn man das tut, dann hat man mit dem Clickern eine ganz wunderbare Möglichkeit der Kommunikation mit seinem Hund und ihr werdet feststellen, dass die Beziehung zwischen euch beiden eng und fest wird und euer Training von Vertrauen, Spaß und Erfolg "lebt" - und nicht eben mal erledigt wird.

    Und hier könnt ihr euch ein Video anschauen, das das Thema CLICKERN total schön rüberbringt:

    Klickt auf das Schäfchen:              

    Es geht in dem Film nicht um Hunde, aber Clickern funktioniert immer gleich - und hier wird total deutlich, was man erreichen kann, wenn der Clicker richtig eingesetzt wird. Dies ist eines unserer LIEBLINGS-CLICKERVIDEOS.

    Beim Clickern kommt es darauf an, dass ihr ein perfektes Timing habt, das heißt, dass ihr euren Hund genau beobachten müsst und dann im exakt "richtigen" Moment den Click auslösen könnt.

    Der "richtige" Moment ist jeweils der Moment, in dem der Hund beim Shapen einen "Schritt in die Zielrichtung" macht. Und beim Einsetzen des Clickers zum Bestätigen einer guten Leistung ist es der Moment, in dem der Hund genau das zeigt, was ihr gerade trainieren wollt. Und wenn ihr eine Bewegung "einfangen" wollt, dann beobachtet ihr euren Hund mit dem Clicker "am Anschlag" und betätigt ihn, sobald der Hund zufällig das zeigt, was ihr haben wollt.

    Das bedeutet, der CLICKERER muss mit seinem Clicker in der Hand den Hund genau beobachten können und dann muss er schnell sein beim Bedienen des Clickers, um im richtigen Moment den Click auslösen zu können.

    Hier nun ein paar Beispiele, wie ihr das genaue Beobachten und das exakte schnelle Clickern - zunächst mal ohne den Hund und ohne zusätzliches Handling der Leckerchen - in der Clickergruppe trainieren könnt:

    1. Der Trainer nimmt einen Tennisball und prellt diesen
        auf den Boden - die Gruppenmitglieder sollen genau
        in dem Moment  clicken, in dem der Ball den Boden berührt.
        Diese Übung, sowie alle folgenden, kann auch in
        Partnerarbeit durchgeführt werden.

    2. Der Trainer wirft den Ball in die Luft und die Gruppenteilnehmer
        sollen den höchsten Punkt des Balles in der Luft clicken.

    3. Geclickt wird, wenn der Trainer alle 5 Finger einer Hand zeigt.
        Nun zeigt die Trainerhand aus der Faust heraus mal einen
        Finger, mal 3, mal 2, ... und bei 5 wird sofort geclickt.
        Hier kann man dann immer mal abwechseln, sodass je nach
        Absprache zum Beispiel auch mal bei 2 Fingern geclickt wird,...

    4. Geclickt wird, wenn der Trainer den rechten Fuß hebt -
        dies sollten die Mitglieder der Gruppe schon im
        Ansatz "erwischen". - Für diese Übung kann man sich alle
        möglichen Bewegungen ausdenken und so immer mal wieder
        Schnelligkeitsübungen ins Training einbauen.

     

    Und kleine Reaktionsübungen könnt ihr gleich jetzt und hier auf diesen Internetseiten durchführen und eure Reaktionsschnelligkeit gegebenenfalls schulen:

    - Farbveränderungen anklicken: HIER
    - Viele Kästchen in einer vorgegebenen Zeit anklicken: HIER
    - Quadrate bewegen: HIER

    Außer der guten Handhabung des Clickers braucht der CLICKERER Übung beim C + B (Clicken + Belohnen). Nach dem Click sollte schnellstmöglich die Belohnung für den Hund kommen.

    Also macht es Sinn, auch dieses Schnellsein zunächst ohne den Hund zu trainieren. Wir machen so eine Art Fingerfertigkeitsübung.

    1. Der Clickerer sitzt am Tisch, einem Partner gegenüber.
        Vor dem Clickerer steht ein Schälchen mit vielen kleinen
         "Leckerchen" drin. Das können für diese Übung
         zum Beispiel Cent-Stückchen oder Erbsen aus der
         Packung sein.
         Nun geht es um Schnelligkeit bei diesem Clickerspiel.
         Der Clickerer hat eine Minute lang Zeit, zu Clicken und
         anschließend in das "Leckie-Schälchen" zu greifen und
         seinem Gegenüber ein "Leckerchen" in die offene,
         ruhig gehaltene Hand zu legen.
         Wer die meisten Leckerchen in der vorgegebenen Zeit
         in die Hand seines Gegenübers befördern kann, hat das Spiel
         gewonnen.

    2. Dasselbe Spiel machen wir nun im Stehen gegenüber,
        das Schälchen mit den "Leckerchen" steht auf dem Tisch
        und der Partner des Clickerers bewegt sich nun etwas
        hin und her - das heißt, die offene Hand, die ja das
        Hundemaul darstellt, muss nun auch noch "getroffen" werden.

    3. Nun befinden sich die Leckerchen in einer Leckerchentasche
        am Hosenbund des Clickerers oder in dessen Kleidertasche
        und wir spielen das Ganze mit dieser Änderung durch.

    Diese oben beschriebenen 3 Trainingsbeispiele müssen natürlich nicht so eines nach dem anderen durchgespielt werden, sie können in der einen oder anderen Variante immer mal wieder im Kurs eingebaut werden.

    Hier könnt ihr euch unser Infoblatt zum Clickertraining anschauen, das wir für unsere Kursteilnehmer entworfen haben:

       Infoblatt zum Downloaden

    Die folgenden Clickertipps haben wir von Claudia Moser, auf einem Seminar bekommen - und sie sind richtig brauchbar!!

    Wenn man gezielt an einem bestimmten Verhalten arbeitet oder neues Verhalten aufbaut, dann braucht der Hund eine hohe Clickerrate, das heißt, immer bei richtigen Lösungen kommen die Clicks (C+B). So festigt sich das Zielverhalten und prägt sich gut ein.

    Später übt man dann so, dass es nicht jedes Mal einen Click gibt. Wenn man dabei aber dem Hund trotzdem sagen möchte: "Das ist gut, das ist der richtige Weg zum Click!" - dann hat man die Möglichkeit, bei guten Lösungen ein "WEITER-Kommando" einzuführen. Das kann einfach ein gesprochenes "WEITER oder GUT oder JA" sein , ein Wort, das dann zum WEITER-Kommando wird.

    Und so lernt der Hund das WEITER-Kommando:
    1. Handtouch - C+B
    2. Handtouch - "WEITER" - Handtouch - C+B
    3. Handtouch -"WEITER" - Handtouch  - "WEITER" -
        Handtouch - C+B

    4. ....

    Beim WEITER-Kommando wird nicht geclickt.
    Dies lässt sich dann auch auf andere Übungen übertragen.

    Es gibt übrigens auch Clickerer, die für das WEITER-Kommando einen Click einsetzen, dabei dann nicht belohnen und die Belohnung nur für einen Doppelclick verteilen. Bei dieser Methode bekommt der Hund nur für die Doppelclicks seine Belohnung. Es ist das gleiche Prinzip- aber eine heftige Clickerei, wenn eine Gruppe von Teams neue Dinge einstudiert  - das sind dann nämlich ganz viele Doppelclicks, weil ja anfangs immer viel belohnt werden muss und das nur beim Doppelclick geschieht.

    Wie machen wir dem Hund deutlich, was "SCHADE" bedeutet? Er soll dabei verstehen, dass das gezeigte Verhalten nicht das erwartete ist und nicht zum geliebten C+B führt. Das Wort wird ganz neutral gesprochen - nicht laut oder ärgerlich, weil was nicht klappt!!! Der Hund soll dabei einfach verstehen:"Das war nix - neuer Versuch."

    Und dies ist eine Möglichkeit, ihn das verstehen zu lassen:

    1. Der HF hält in jeder Hand einen Target-Stick mit
        verschiedenfarbigen Berührungskugeln oder in der einen Hand
        eine Fliegenklatsche und in der anderen den Targetstick.
        Der Hund soll nun zum Beispiel die rote Kugel oder die
        Fliegenklatsche berühren (mit oder ohne dem
        Kommandowort "Touch"). Tut er das = C+B. Berührt er das
        andere Target =  "SCHADE" . Dabei werden beide Targets
        kurz weggenommen (zählt dabei: 23 - 24 - 25) und dann
        für einen erneuten Versuch wieder angeboten.

    2. Die Targets werden ausgetauscht - der rote oder die
        Fliegenklatsche ist nun in der anderen Hand.
        Dieser Austausch findet zwischendurch immer
        mal wieder statt.

    Und ein Video dazu könnt ihr euch beim CLICKER-RELE anschauen.

     

    BINGO / JACKPOT

    Und so könnt ihr eurem Hund beibringen, was das ist:

    Auf dem Boden steht ein kleines Schüsselchen, in dem sich tolle Leckerchen befinden. Der Hund ist angeleint, so dass er sich nicht einfach selbst bedienen kann.

    -Hund wendet den Blick ab vom Schüsselchen = C+B
    -Hund schaut statt des Schüsselchens seinen HF an = C+B
    -Hund löst eine kleine Aufgabe - als Belohnung folgt nun
    kein Click, sondern nach dem "Schlachtruf": "BINGO" oder "JACKPOT" darf der Hund zum Schüsselchen rennen und sich seine Belohnung holen.

    Man kann nach und nach dazu übergehen, dem Hund mehrere Aufgaben - auch mal ganz ohne Zwischenbelohnung durch C+B - zu stellen und ihn dann mit dem Jackpot belohnen.

     

    SEQUENZTRAINING

    Hat der Hund diese JACKPOT-Geschichte erst mal kapiert, weiß er, dass er für gute Leistung seinen Jackpot bekommt, dann könnt ihr mehrere Sequenzen trainieren, bevor der Jackpot (= das Futterschüsselchen) freigegeben wird.

    Dabei geht man am besten so vor:

    1. Man überlegt sich zunächst mal 4 Dinge, die man abfragen/trainieren möchte - hierbei sollte man das für den Hund schwierigste Element am Schluß üben.

    2. Hat man die Reihenfolge festgelegt, beginnt man mit der Nummer 4 und bei guter Lösung gibt es den Jackpot.

    3. Nun trainiert man 3 + 4 - Jackpot

    4. Dann übt man 2+3+4 - Jackpot

    5. Jetzt kommen alle 4 Trainingssequenzen und am Ende der Übungsreihe steht der Jackpot.

    Bei diesem Training kommt auch das WEITER-Kommando und das SCHADE- Wort zur Anwendung.

    Dieses Training ermöglicht ein Üben von mehreren aufeinanderfolgenden Übungseinheiten ohne Leckerchenbelohnung, was beim Obedience oder beim Choreo-Training äußerst brauchbar ist.

    Und dann hat Claudia noch ihre Clickerkiste ausgepackt. Sie hat mit ca. 8 verschiedenen Gegenständen einen Clickerparcours aufgebaut. Die Teams machten so eine Art Zirkel-Clickern:

     

    Witzige Gegenstände (Stehaufmännchen, Hotelklingel, Spielzeugautos und Spieltelefone,...) reizten die Hunde dazu, diese zu untersuchen, anzustupsen,draufzutippen, wegzuschieben - einfach viele verschiedene Verhaltensweisen anzubieten. Und darum ging es dann auch.

    Die HF sollten mindestens 10 C + B an jeder Station in 1 Minute vergeben.

    Freies Shapen - so lernen die Hunde, Verhalten anzubieten.
    Nur wenn das geschieht, wenn der Hund Verhalten anbietet, dann kann man beim
    Shapen Verhalten gezielt formen.

    Ein kleines Clickerspiel (1Gegenstand und mindestens 10 Clicks in der Minute) eignet sich auch gut dafür, müde Hunde vor dem Training etwas zu motivieren und hochzufahren, so dass sie dann beim Training gut dabei sind.

    Überdrehte und abgelenkte Hunde kann man etwas runterholen, indem man ihnen eine kleine, ganz einfache Aufgabe stellt und deren Lösung heftig beclickt und ruhig belohnt, oder indem man ihnen für kurze Zeit einen Futterball gibt, mit dem sie sich dann beschäftigen und die Ablenkungen und die Aufregung vergessen.

    Und an dieser Stelle möchten wir mal Werbung machen für ein neues Mgazin:

    Es ist klasse und wir finden, ein MUSS für alle Clickerfreunde. Leistet es euch, das lohnt sich!

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